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Schluckspecht III

Der Schluckspecht III startet in der Prototype Group des Shell Eco-marathons. Hier sind dem Design des Fahrzeugs kaum Grenzen gesetzt, was sich in seinem markanten Chassis widerspiegelt: Die extrem kompakte Fahrzeugform ermöglicht ein geringes Fahrzeuggewicht und eine gute Aerodynamik. Seit 2012 startet der Schluckspecht III in der Batterienkategorie des Shell Eco-marathons.

Aerodynamik

Die Berechnung und Analysierung der Aerodynamik wurde mit ANSYS CFX durchgeführt. Mit einem Modell des Schluckspecht III erfolgten die Messungen im Windkanal der Hochschule Offenburg mit dem Laser-Doppler-Anemometer.

Bauart Selbsttragendes CFK-Chassis
Maße 2930 x 890 x 540 mm
Gewicht 50 kg
cw-Wert Chassis 0,12
cw-Wert Vorderräder 0,22
cw-Wert Vorderradaufhängung 0,45
cw-Wert Gesamtes Fahrzeug 0,17
Angeströmte Fläche [A] 0,237 m²
Verlustleistung bei 30 km/h [Pv] 14 W

Antriebe

Der selbst entwickelte Radnabenmotor im Hinterrad ist – ohne Zweifel – das innovativste System des gesamten Projekts. Bei einem Radnabenmotor befindet sich der komplette Motor im Rad integriert. So entfallen bei diesem Antrieb das Getriebe, die Kupplung und sämtliche Wellen zur Kraftübertragung. Der gesamte Motor inklusive Steuerung und Elektronik ist selbst entwickelt und gefertigt.

Lithium-Ionen-Akku (seit 2012)
Anzahl der Pole 36
Anzahl der Phasen 3
Gewicht der aktiven Masse 7,66 kg
Maximale Leistung 2 kW
Maximale Geschwindigkeit ca. 50 km/h
Wirkungsgrad >90% inkl. Umrichterelektronik
Ansteuerung CAN-Bus
Elektronik Eigenentwicklung; Im Rad integriert
Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle (2007)

Innerhalb von 6 Monaten entwickelten und bauten die Studenten eine Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle. So konnte das Team 2007 nicht nur erfolgreich mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle am Shell Eco-marathon teilnehmen, sondern präsentierte das weltweit erste Fahrzeug, welches die benötigte Energie aus einer Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle bezieht. Für diesen Erfolg erhielt das Team den f-cell Award Sonderpreis.

Stack Eigenentwicklung
Steuerelektronik Eigenentwicklung
Anzahl der Zellen 58
Gewicht ca. 35 kg
Hybridkonzept Kondensator als Zwischenspeicher
Wasserstoff-Brennstoffzelle (2006-2011)

Die Energie einer Wasserstoff-Brennstoffzelle versorgt sowohl den Motor des Fahrzeugs als auch die Elektronik. Vorteil hierbei ist ein hoher Wirkungsgrad im Teillastbereich. Sicherheitsrelevante Einrichtungen im Fahrzeug dürfen nach dem Shell Eco-marathon Reglement jedoch auch mit einer Batterie betrieben werden. Um die Spannung der Brennstoffzelle (48 V) auf die Elektronikspannung (12 V) zu transformieren, werden hocheffiziente, selbst entwickelte Schaltnetzteile eingesetzt.

Um die Effizienz der zugekauften Brennstoffzellenstacks zu optimieren, wurde die gesamte originale Steuerelektronik entfernt. Im Fahrzeug werden die beiden Stacks nun von einer eigenentwickelten Elektronik und Software überwacht und gesteuert.

Stack „Nexa“ von Ballard
Steuerelektronik Eigenentwicklung
Anzahl der Zellen 47
Maximale Leistung 1,2 kW
Dieselmotor (2003-2005)
Bauart Selbsttragendes CFK-Chassis
Gewicht 60 kg
Antrieb Hatz 1B20, Diesel
Leistung 3,1 kW (ca. 4,2 PS) bei 3.000 U/min
Drehmoment 10 Nm bei 2400 U/min

Erfolge

443km/kWh
8. Platz Batterie
620km/kWh
4. Platz Batterie
640km/kWh
4. Platz Batterie
590km/kWh
9. Platz Batterie
553km/kWh
5. Platz Batterie
3763km/l
2. Platz Brennstoffzelle
2795km/l
2. Platz Brennstoffzelle
3198km/l
2./200, 1. Platz Brennstoffzelle
2716km/l
3./260, 2. Platz Brennstoffzelle
2614km/l
4./255, 3. Platz Brennstoffzelle
1. Platz Bosch Innovationspreis
1807km/l
11./209, 1. Platz Diesel
1278km/l
22./210, 4. Platz Diesel
1310km/l
17./210, 6. Platz Diesel
1. Platz Sicherheitspreis
2. Platz Konzeptionspreis

Vorgänger

Schluckspecht II (2000-2002)

Der Schluckspecht II wurde im Jahre 2000 konstruiert und überarbeitete das Vorgängermodell grundlegend. Der neue Lombardini Dieselmotor mit 4,5 PS brachte dem Fahrzeug mehr Power und das selbsttragende Chassis aus Carbon gleichzeitig ein sehr viel geringeres Gewicht von nur 68 kg. Ganze 3 Jahre trat der zweite Schluckspecht beim Shell Eco-marathon in der Kategorie „Prototype“ an, bevor er 2003 vom heutigen Schluckspecht III abgelöst wurde.

Bauart Selbsttragendes CFK-Chassis
Gewicht 68 kg
Antrieb Lombardini 15LD225 (225ccm), Diesel
Leistung 3,3 kW (ca. 4,5 PS) bei 3.600 U/min
Drehmoment 10 Nm bei 2400 U/min

Erfolge

1029 km/l
27./115 Teams
958 km/l
28./140 Teams
703 km/l
47./140 Teams

Schluckspecht I (1998-1999)

Der Schluckspecht I war das erste Fahrzeug des Projektes, das von einem kleinen Team Studierender der Hochschule im Jahre 1998 entwickelt und konstruiert wurde. Mit einem Stahlrahmen, 1,5 PS Benzinmotor und Fahrradreifen bildet der erste Specht die kleinen Anfänge der über 20-jährigen Erfolgsgeschichte des Projektes. Insgesamt war das Fahrzeug zwei Jahre in der Kategorie „Prototype“ beim Shell Eco-marathon im Einsatz.

Bauart Stahlrahmen mit GFK-Karosserie
Gewicht 92 kg
Antrieb Honda GX31 (31ccm), Benzin
Leistung 1,1 kW (ca. 1,5 PS) bei 7.000 U/min
Drehmoment 11,64 Nm bei 4.500 U/min

Erfolge

273 km/l
93./160 Teams