1998

Im Jahre 1998 nimmt die damalige Fachhochschule Offenburg zum ersten Mal am Shell Eco-marathon in Circuit Paul Armagnac in Frankreich teil. Als erstes deutsches Team unter Projektschöpfer und Teamleiter Raphael Fischer geht man mit dem Schluckspecht I der Klasse „Prototype“ an den Start. Hier entstand auch der Name „Schluckspecht“, da das erste Modell mit seinem Benzinmotor so viel Kraftstoff verbrauchte, dass der Tank für einen Run nicht ausreichte.
Für die zweite Teilnahme am Shell Eco-marathon wurden die Erfahrungen aus dem Vorjahr genutzt um den Schluckspecht I zu überarbeiten. Der Specht fuhr nun noch effizienter und kraftstoffsparender.

1999

2000

Mit der Jahrtausendwende wurde auch der Specht auf neue Wege geführt. Statt des bisherigen Benzinmotors, wurde nun auf einen Dieselmotor gesetzt. Eingebaut war dieser im neuen Modell, dem Schluckspecht II. Mit dem neuen Modell erreichte das Team zum ersten Mal über 700km mit einem Liter Diesel und kam somit unter die 50 besten Teams des Wettbewerbs.
Die Steigerung der Effizienz aus den Vorjahren konnte fortgesetzt werden und der Schluckspecht II erreichte mit 958km/l über 250 km mehr als im Jahre 2000.

2001

2002

2002 wurde dann endlich die 1000km-Marke geknackt. Mit 1029 km pro einem Liter Diesel zog das Team Schluckspecht mit dem Platz 9 in die Top-Ten des Shell Eco-marathons ein.
Der Schluckspecht II hatte ausgedient und ein neues Modell musste her. Der neue Schluckspecht III bestach nicht nur durch sein modernes Design, sondern auch mit Aerodynmaik und einer Ultraleichbauweise. Der Aufwand hatte sich gelohnt und der neue Specht erreichte aus dem Stand den 1. Platz für Sicherheit und den 2. Platz für Konzeption.

2003

2004

Mit fast 1300km pro einem Liter Diesel vefehlte das Team Schluckspecht nur knapp das Siegertreppchen der Dieselkategorie. Doch Platz 4 zeigte trotzdem, dass das Team mit seinem Know-How auf dem richtigen Weg war.
Nach sieben Jahren Projektlaufzeit stand das Team Schluckspecht verdient auf dem 1.Platz des Siegertreppchens beim Shell Eco-marathon. Mit einer Reichweite von 1807 km/l konnte der Schluckspecht III alle Konkurenten der Dieselkategorie hinter sich lassen.

2005

2006

2006 entschied sich das Team neue Antriebskonzepte auszuprobieren. Dazu wurde der Dieselmotor durch eine emissionsarme Wasserstoffbrennstoffzelle ersetzt. Diese befand sich im eigens entwickelten Radnabenmotor im Hinterrad. Für dieses innovative Konzept gab es in diesem Jahr auch direkt den 1.Platz des Bosch Innovationspreises sowie den 3.Platz in der Brennstoffzellenkategorie.
Die Weiterentwicklung der Wasserstoffbrennstoffzelle wurde in diesem Jahr mit 2716 km/l und dem 2.Platz in der Brennstoffzellenkategorie belohnt. Für diesen Erfolg und die Innovationsfreudigkeit des Projekts wurde das Team zusätzlich vom baden-württembergischen Wissenschaftsstaatssekretär Dietrich Birk mit einem Scheck über 10.000€ honoriert.

2007

2008

Beim dritten Antreten mit dem neuen Antrieb war es dann geschafft. Der Schluckspecht III schaffte unglaubliche 3198 km/l und erreichte somit den 1.Platz der Brennstoffzellenkategorie. Zusätzlich trat das Team Schluckspecht als erstes Team überhaupt mit einer selbstentwickelten Direkt-Ethanol-Brennstoffzelle an, die von Shell mit einem Sonderpreis geehrt wurde.
Dieses Jahr blieb der Schluckspecht III zu Hause und machte Platz für ein neues Mitglied der Fahrzeugfamilie – den Schluckspecht City. Das neue, ebenfalls durch Wasserstoff angetriebene Modell trat in der Fahrzeugkategorie „Urban Concept“ an. Im Gegenteil zum Protoype muss das Urban Concept in seiner Spezifikation straßentauglichen Verkehrsmitteln gleichen. Vorgeschrieben sind zum Beispiel: 4 Räder, Licht- und Blinkanlage, eine aufrechte Sitzposition des Fahrers und ein Kofferraum.

2009

2010

Im neuen Jahrzent waren dann wieder beide Modelle beim Shell Eco-marathon im Einsatz. Der Wettberb wurde nun zum zweiten Mal beim Euro Speedway in Lausitz ausgetragen und der Schluckspecht III erreichte den 2.Platz der Brennstoffzellenkategorie. Der Schluckspecht City fiel leider durch einen technischen Defekt aus und konnte an der Wertung nicht teilnehmen. Dafür trat er aber im Herbst mit einem Batteriebetrieb bei der „South African Solar Challenge“ an und stellte dort mit 626km einen neuen Rekord auf.
Im Jahre 2011 lief es dann auch wieder beim Shell Eco-marathon rund. Der Schluckspecht City hieß nun Schluckspecht E2LIGHT und war mit einem neuen Chassis ausgestattet, dass das Gewicht des Fahrezug durch ein neuartiges System zur Lastenverteilung von 159kg auf 111kg reduzierte. Dafür gab es dann auch prompt den Innovationspreis In der Kategorie „Urban Concept“. Im August schaffte es das Team dann mit dem Modell noch zusätzlich einen Weltrekord auf einer Teststrecke in Boxberg (Main-Tauber-Kreis) aufzustellen. Mit 1631km pro Batterieladung, fuhr der Specht über 600km mehr als die bisherigen Weltrekordhalter aus Japan.

2011

2012

Der Shell Eco-marathon fand 2012 zum ersten Mal in Rotterdam statt. Durch ein Motorversagen schaffte es der Schluckspecht III leider nur auf den 5.Platz der Brennstoffkategorie. Der Schluckpspecht City nutze in diesem Jahr einen neuenartigen Antrieb – den Sterlingmotor und fuhr somit außer Konkurrenz. Dieser Motor nutzt statt herkömmlichen Kraftstoff Wärme zur Stromerzeugung. Zum ersten Mal wurde die Arbeit des Teams auch von der Bundesrepublik geehrt. Als eines von 365 Projekten wurde das Team Schluckspecht mit dem Pokal „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet.
Unter dem neuen Teamleiter Professor Claus Fleig nutzte das Team zum ersten Mal einen Dieselmotor zum Antrieb des Schluckspecht 4 (City) und fuhr direkt mit 309 km/l auf Platz 1 des Siegertreppchens der Kategorie Dieslantrieb. Der Schluckspecht III hatte leider weniger Glück und konnte nach einem Motorschaden nicht in Rotterdam antreten.

2013

2014

Mit ihrem Schluckspecht 4 stellte das Team Schluckspecht 2014 einen neuen Weltrekord auf. Der dieselbetriebene Specht schaffte rechnerisch 389km pro Liter Diesel und lies alle Teams aus Europa, Amerika und Asien weit hinter sich. Auch neben der Rennstrecke war das Team Schluckspecht erfolgreich. Der „Shell Helix Tribology-Award“ ging ebenfalls an die Studenten aus Offenburg. Mit diesem Preis wurden die Arbeiten zur Reibungsoptimierung des Dieselmotors durch Berechnungen und Simulationen gewürdigt.
’15 kam der 5er. Das neuste Modell der Schluckspechtfamilie, der Schluckspecht V, ist wie sein Vorgänger ein Urban Concept. Wie alle Spechte wurde seine ergonomische Karosserie aus kohlenfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und sein modernes Cockpit fast ausschließlich von Studenten der Hochschule entwickelt und gefertigt. Der leichteste und stabilste Schluckspecht aller Zeiten holte aus dem Stand zum dritten Mal den Pokal des ersten Platzes in der Dieselkategorie nach Offenburg.

2015

2016

Mit 249 km/l konnte der Schluckspecht V zwar nicht seinen Rekord aus dem Vorjahr überbieten, sicherte sich aber trotzdem wieder den ersten Platz der Dieselkategorie auf der neuen Strecke in London. Der batteriebetriebene Prototype Schluckspecht III verfehlte mit Platz 4 und 620 km/kWh nur knapp das Siegertreppchen. Im Dezember konnte er aber in Maranello Italien beim Stammsitz der Sportwagen-Marke Ferrari sein Können unter Beweis stellen. 328km/kwH brachten dem Schluckspecht III den Titel „sparsamstes Fahrzeug“ des von Shell ausgerichtenen Wettbewerbs „Most efficient lap of Fiorano Circuit“ ein, der zusaätzlich für die besten Teams des Shell Eco-marathons stattfand.
2017 traten beide Fahrzeuge zum ersten Mal beim „Drivers Worldchampionship“ an. Bei diesem Teil-Wettbewerb des Shell Eco-marathon werde Effizienz mit Geschwindigkeit vereint. Die Strecke war dazu stark befahren. Der Schluckspecht V erreichte dabei den 4.Platz mit 321 km/l und der Schluckspecht III den 8.PLatz mit 443 km/kWh.

2017